Gönn`dir was …

20. December 2008 | posted in typisch ich, wie das Leben so spielt | No Comments »

– Krimi, Krimi und noch mehr Krimi`s
– 2mal bunter Hund Nr. 1, Dankeschön-Strang  [zauberwiese] … und gewickelt wie ein “bunter Hund”

“Leichenraub”

22. September 2008 | posted in Na, wer war der Mörder?, Wichtiges am Rande | No Comments »

Es gibt ja wirklich viele spannende Bücher, aber wenige, die mich in mehrerer Hinsicht fesselten.
“Leichenraub” von Tess Gerritsen war der reinste Schmachtfetzen
für Crime-Liebhaber wohlbemerkt.
Julia Hamill, die dem Unkraut in ihrem neuen Garten den Kampf ansagen wollte, stößt auf das menschliche Skelett einer jungen Frau.
Zudem ist dies eher ein anthropologischer Fall: denn die junge Frau, wurde vor rund 200 Jahren ermordet.
Zum einen, der Umstände wegen (war es doch in ihrem Garten) und natürlich aus Neugier durchstöbert Julia die Vergangenheit.

Durch alte Briefe durchlebt man das Bostoner Leben des 19. Jahrhunderts: zur Zeit der ersten medizinischen Hochschulen (Adel) und dem harten Leben in Armut irischer Immigranten.
Die Kerngeschichte ist durch den damaligen medizinischen Alltag eines jungen Studenten geprägt, welcher aus ärmlichen Verhältnissen stammend, eine Aussenseiter-Rolle an der Universität einnahm. Sein Platz an der medizinischen Fakultät gerät ins Schwanken, als ein Mörder sein Unwesen treibt und dessen Opfer dem medizinischen Personal angehörten.
Schnell ist er verdächtigt und somit ein “Schandfleck” für die Ärzteschaft…

Binnen eines Tages hatte ich das Buch verschlungen: mit Gänsehautfrequenzen.
Die medizinischen Sachverhalte sind brilliant und nachvollziehbar geschildert.
Und mit 2 verbrauchten Taschentüchern zum Schluss kann ich nur abschließend sagen: ein klasse Buch.

“Die Insel”

08. September 2008 | posted in Na, wer war der Mörder? | No Comments »

Beim Verschlingen diesen Buches kam mir nur ein Gedanke: Holla – die Waldfee!
Ein geplanter “Familienausflug”- Picknick auf einer einsamen Insel- endete für eine 8-köpfige Familie  (Eltern und 3 Töchter mit Partner) abrupt auf diesem kleinen Fleckchen Land, weit entfernt von der menschlichen Zivilisation.
Als die Yacht mit lautem Knall und Rauch explodierte, wurde aus dem netten Ausflug der wahre Alptraum, geplante Alptraum wohlgemerkt.
Nur wer steckt letztendlich dahinter und was waren die Beweggründe für dieses tödliche Katz- und Mausspiel?

Durch die Tagebuchschilderungen des 19jährigen 3-Käse-Hochs Rupert (“Freund” der Jüngsten) erhält man Einblicke in die Charaktere und ihre Verhaltensmuster und natürlich auch die Antwort auf die Frage:
Wie ging es nun weiter auf dieser Insel?

Der sarkastische Schreibstil und auch die ehrlich zu Papier gebrachten pupertären Hormonschwankungen Ruperts ließen mich stellenweise schmunzeln.
Gegen etwas Erotik in einem Thriller ist nichts einzuwenden, aber zum Ende hin wurde der Bogen schmerzlich überspannt.
Die Beweggründe für das teuflische und tödliche Spiel auf dieser Insel waren für mich einfach nur irreal.

Kurz: wirklich spannend und fesselnd geschrieben, aber eine sehr/ zu abgedrehte Story.

Jung, blond, tot … der 2. Versuch

08. July 2008 | posted in Na, wer war der Mörder? | 1 Comment »

Zu Beginn sei kurz eingeräumt, dass mein erster Ausflug in die Welt von Andreas Franz nicht ganz meinen Nerv traf.
Es war nicht direkt der Stil, sondern eher das unterschwellige Gefühl, von Anfang an zu wissen, wer der Mörder war.
Mein Gefühl sollte mich nicht täuschen. Was es meist tat, denn die raffinierten Wendungen sind es, die mich verdutzt auf die Seiten starren lassen, wenn ich mal wieder daneben lag. Aber das macht doch erst einen richtig guten Krimi aus. oder?!

“Jung, blond, tot” hingegen konnte ich nicht aus der Hand legen.
Kaum begonnen, taucht man in die traurige und abnorme Kindheit des Mörders ab. Oh nein, Namen werden nicht genannt, sondern nur in harten, traurigen Bildern aufgezeigt: wie ein kleiner Junge, dessen Mutter als Prostituierte (von zuhause aus) das Geld zum Leben verdient, seine Kindheit verlebt.
Szenenwechsel, Beginn der Handlung: Eine noble Gegend in Frankfurt – die High Society und ihre Probleme, nett unter dem Teppich drapiert.
Einblicke in diese versnobte Gesellschaft erhält man durch einen “schrägen” Psychologen, dessen wahre Liebe seinem Spiegelbild gilt. Diskretion gehört zu seinem Beruf und so reihen sich namenhafte Lady`s ein, um ihre ehelichen Probleme zu schildern und kurz Einblicke in ihr inneres Seelenleben zu geben – und sei es nur für eine halbe Stunde.

Überschattet wird der normale Alltag, durch den Fund eines jungen Mädchens. Auf grausame Weise ermordet und zurecht gemacht: das blonde Haar zu Zöpfen geflochten, welche mit roten Bändern zusammengehalten werden. Und sie wird nicht das einzige Opfer bleiben.
Mühevoll beginnt die Puzzlearbeit der Kommissare – und im Endeffekt muss auch fleißig unter den Teppichen der High Society gekehrt werden…

Ein spannender Krimi, dessen detaillierte Schilderungen oft unter die Haut gingen:
Aber fesselnd bis zum Schluß.