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Die Nähmaschine meiner Uroma – Pfaff um 1900

Ich stöbere ab und zu auf dem Dachboden meines Elternhauses, dass sich kurz nach dem Krieg meine Großeltern kauften.
Der ein oder andere Gegenstand ist so auch aus dem Haushalt meiner Urgroßeltern.
Letztens entdeckte ich die Nähmaschine meiner Uroma, eine Pfaff um 1900. Ich war ja so von den Socken, da ich mir letztes Jahr auch eine Pfaff gönnte.
Und mehr als 100 Jahre Geschichte/Technik zwischen beiden Maschinen liegen.

Ich musste sie einfach als „Deko“ für mein Zimmer holen … wobei sie noch funktioniert

alte Pfaff Nähmaschine Modell L

Bogenschiff-Maschine Modell L

Ich vermute der Name rührt auch daher, weil der Unterfaden sich in einem „Schiffchen“ befindet:

Unterfaden Spule einer alten Pfaff Nähmaschine

Das sind kleine, längliche Spulen, welche eingelegt werden … auf der alten Pfaff-Dose gut zu erkennen:

Zubehör einer alten Pfaff Nähmaschine
Mehrere Generationen saßen schon an ihr.
Nadeln, viele Füße und andere kuriose Zubehörteile … alles da.
Ohne Handbuch eine Herausforderung … aber … ich muss auf ihr einfach mal nähen.

So nach und nach komme ich schon dahinter.
Zumindest macht sie eine gute Figur auf ihrem Tischchen in meinem Zimmer:

liebe Grüße und einen guten Start in die Woche
Kathrin

Carry all Pincushion

… ich kann wieder nähen
Zum Kennenlernen und für ein erstes Gefühl nähte ich mir das Carry all Pincushion aus dem Buch „Handmade Style“ von Anna Graham:

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Und ich habe auch endlich den süßen Waldstoff (im Zakka Style) angeschnitten, der in einem Stoffpaket dabei war. In knalligen Farben dazu, was farblich gut passte.

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Zum Nähen ließ ich mir viel Zeit.
Zum einen bot das Nadelkissen etwas Neuland für mich. In plastischer Form hatte ich bisher noch nicht genäht und dazu war das meine vielleicht 2. englische Nähanleitung.
Anfänglich sehr ungewohnt, dass ich mehr auf den Text achten musste.

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Der Boden, die Oberseite und die beiden kurzen Seitenteile sind mit einer festeren Einlage verstärkt, um den Nähkissen seine Form zu wahren. Die breiten Seitenteile mit einem Volumenvlies hinter legt.
Zuschnitt in inch ok, aber das äquivalente, europäische Gegenstück zu den angegebenen Einlagen/Vlies zu finden, ist ja schon fast eine Wissenschaft für sich.

 

Und zum anderen – tata – musste ich mein neues Nähmaschinchen kennenlernen:

pfaff

Es ist eine Pfaff ambition 1.0 geworden.
Ich hatte schon immer mal geguckt, da meine alte ja immer mehr zickte.
Mit einer gesetzten Preisspanne fielen einige Marken direkt weg. Stricken liebe ich dafür einfach zu sehr.
Sticken/Verzierungen interessiert mich so gar nicht. Ich wüsste auch nicht, was ich mit 200+ Stichen anfangen soll.
Ausschlaggebend war für mich letztendlich das IDT-System (Stofftransport) und die breitere Ausleuchtung des Nähbereichs.

Aber wie schon letztens erwähnt: ich habe mich echt erschlagen gefühlt … meine Favoriten-Liste variierte, aber dieses Maschinchen stand immer drauf.
Und unser erstes gemeinsames Projekt kann sich schon mal sehen lassen

Anleitung: Carry all Pincusion aus dem Buch „Handmade Style
Material: Baumwolle, Leinen und BW-Leinen-Stoffe
Sonstiges: Einlage und Volumenvlies
Maße: 20,5 cm x 9cm und 8cm hoch

Euch morgen einen tollen Sonntag.

liebe Grüße … Kathrin