Die Wolle hat einen so schönen (wein)rot melierten Charakter und gerade dieses dezente Spiel auf den glatt rechts gestrickten Flächen finde ich besonders schön.
Doch dieses Rot digital zu bannen, erfordert wohl noch etwas Übung mit meiner Kamera. :o)
Die Wollzusammensetzung war allein schon interessant.
Es war ein gefachtes Garn mit Namen “Blutrot” aus Merinowolle und Acryl von Steffis Wollzauber.
Und diese Fäden hatten verschiedene Rotnuancen:

Das Highlight des Phyllo Yoked-Pullovers war die Passe, die zum Schluss über Rücken/Vorderteil und den beiden Ärmeln gestrickt wurde.
Der Musterchart an sich war zwar nicht schwer zu lesen, doch musste ich viel zählen und aufpassen, dass die Verzopfungen (ohne Hilfsnadel) auch da saßen, wo sie angedacht waren.
Die Abnäher im Vorderteil wurden in den letzten Reihen des Vorderteils integriert und waren in dieser Art stricktechnisches Neuland für mich.


Und nun in voller Pracht :o)

und natürlich getragen:


| Anleitung: |
“phyllo yoked sweater” aus dem Buch “knitting nature” von Norah Gaughan |
| Größe: |
Die Größenangaben im Buch sind etwas seltsam.
orientiert habe ich mich an den x-small Angaben (und ich trage 38/40) |
| Material: |
gefachtes Garn (Merinowolle/Acryl) von steffis wollzauber |
| Nadelstärke: |
verstrickt mit 4,5 mm … Abschlusskante der Passe mit 3,0 mm |
| Verbrauch: |
420 g |
Ein neuer Lieblingspullover: anschmiegsam, weich und vorallem er passt wie angegossen :)
Über das Problem der richtigen Größe bin ich im Netz öfters gestossen.
Vermutlich ist das Modell auch legerer ausgelegt.
Der “Phyllo Yoked”- Pullover nimmt schon leichte Züge eines schicken Pullovers an :)
Auf meiner Rundstricknadel gesellten sich zum Rückenteil bereits das Vorderteil und ein Ärmel.
Der 2. Ärmel bekommt täglich seine Portion Wolle und wächst so fleißig vor sich hin.

Auf die Passe freue ich mich schon ungemein.
Ach … dieser Pullover wird bestimmt ein Lieblingsstück in meinem Kleiderschrank :o)
Mein Phyllo wächst Reihe um Reihe und ich sehe den Traum in Rot schon vor meinem geistigen Auge.
Das Rot hat so einen tollen dezenten melierten Charakter, dass ich unentwegt davon schwärmen könnte.
Doch das Einfangen ist eine Kunst für sich :)
Meine Kamera schlummert nun erschöpft in ihrer Tasche, nachdem ich mit Ehrgeiz behaftet versucht habe, die Farbtöne der einzelnen Fäden und ihr Farbspiel im Gesamten festzuhalten.


Dafür ist Rückenteil bereits fertig und ich müsste eigentlich den Patch für den Monat Mai des Great American Aran Afghan anschlagen.
Doch nachdem sich die Zähigkeit der linken Rückreihe gelegt hatte und die Maschen nur so von links nach rechts rutschen … sind bereits die ersten Zentimeter des Vorderteils entstanden.

So glatt rechts macht der Rücken zwar noch nicht viel her, aber wenn sich dann die einzelnen Teile auf der Stricknadel treffen und die Passe beginnt … ohja, dann wird es interessant.
Aber bis dahin stricke ich brav glatt rechts.
Der “Phyllo Yoked”- Pullover hypnotisierte mich direkt aus dem Buch heraus.
Die Strick-Art begeisterte mich spontan so, dass ich keine halbe Stunde später, am Bleistift kauend, schon nach einer passenden Wolle suchte.
Ein paar Inch-cm -Berechnungen und Papier verschönernde Schnörkeleien später: war alles geplant und bestellt :o)
Nun sitze ich bei diesem Schmuddelwetter vergnügt auf dem Sofa (Mein Mann muss arbeiten und tippt die Tastatur durch den Schreibtisch … was aber auch heißt, dass die Fernbedienung heute allein die Meinige ist und ich werde hoffentlich einen kleinen, netten Krimi zum Freitag finden) und stricke an meinem Phyllo.

Momentan habe ich den Rücken angeschlagen, der anfangs glatt rechts gestrickt wird.
Nach Vorderteil und den beiden Ärmeln werden alle Teile auf die Stricknadel genommen und dann die Passe (yoke) gestrickt.
Diese hat als Highlight eine interessante Struktur und verleiht dem Pullover im Ganzen etwas Edles.

Der Nachteil von glatt rechts: Das “nette” Einrollen (und dabei habe ich die ersten beiden Reihen im Perlmuster gestrickt, um diesem etwas entgegen zu wirken), so dass mir mein Fortschritt virtuell ein bisschen unterschlagen wird :o)
Um mich bei Laune zu halten, habe ich mir Maschenmarkierer angebunden, so dass der Roll-Effekt nicht den vollen Spielraum hat.
Den ersten Stolperstein hatte ich bei dieser Anleitung bei der Wahl der Größe.
Meine Maschenprobe passte wie die “Faust aufs Auge”, doch die ersten Zentimeter in Größe “small” entschieden mich zum rippeln.
Ein Vergleich mit anderen Pullovern, die ich in der Passform optimal finde, zeigte auf: wow -zu groß.
Ich stricke nun in Größe “xsmall” … und ich würde mich als “normal gewachsen” einstufen.