Wie lästig: Der Magnetverschluss franste den Stoff meiner Gingham Tote Bag total aus, bis ich charmant ins Innere lunsen konnte. Ich habe spontan versucht einen Reißverschluss nachträglich ein zu nähen.
Und das ging besser als gedacht

Reißverschluss nachträglich eingenäht

Um so wenig Stoffdicke (nicht doppellagig zu arbeiten) wie möglich zu haben, griff ich auf Snappap zurück.
Geniales Material dafür: franst nicht, lässt sich in Form schneiden.

tasche_reissverschluss2

Das Prinzip ist wie bei einer Innentasche. Nur muss hier nichts um gestülpt werden.
Ich habe mir einen breiten Streifen Snappap zugeschnitten (Länge und Breite der Taschenöffnung) und einen inneren Streifen herausgeschnitten.
Der Reißverschluss wird in den inneren Streifen gesetzt und rundherum fest genäht.

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Auf die Rückseite habe ich auf die Enden des Reißverschlusses Rechtecke gesetzt und festgenäht. Zum einen um den Reißverschluss auch hier zu fixieren und an den Seiten einen stabilen Abschluss zu haben. Ich habe im Vorfeld getestet wie ich die Tasche mit Schlaufen/D-Ringen unter der Nähmaschine bewegen kann.
Vorder/Rückseite war relativ gut zu erreichen … die Seiten ein Unding.

Die erste Seite des Reißverschlusses lässt sich problemlos einnähen.
Wobei ich sehr tolerant der Naht gegenüber war. Einen Reißverschluss im Entstehungsprozess ein zunähen, lässt Raum für perfekte, akkurate Nähte.
Hier muss man ein oder auch 2 Augen zu kneifen (trotz sauberen Arbeitens).

Die 2. Seite hat es in sich.
Freies Arbeiten ist nur im Bereich des geöffneten Reißverschlusses möglich.
Nach oben zum Schieber kann man diese Seite nicht komplett fest nähen (im Vergleich zur ersten).

Das sind aber nur wenige Stiche per Hand.

Reißverschluss nachträglich eingenäht

Gefällt mir sogar deutlich besser als nur mit Magnet-Verschluss.

liebe Grüße
Kathrin

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